Einsatz 10/2018

Unwetterschadenslage

Einsatzart:   - technische Hilfe
     
Kurzbericht:   Mehrere Unwetterschadenslagen, Alarmierung per DME am 29.05.2018 um ca. 18:26 Uhr nach Kleve, gesamtes Stadtgebiet
     
Mannschaftsstärke:   - 1:14
     
Alarmierte Einheiten:   - alle Klever Einheiten
- Feuerwehr Emmerich
- THW
- Polizei Kleve
     
Fahrzeuge:   - ELW 2
- alle Klever Fahrzeuge
- Katastrophenschutzfahrzeuge Emmerich
- Fahrzeuge THW

Einsatzbericht

 

Mehrere Unwetterschadenslagen

 

Am 29. Mai 2018 gegen 18:26 Uhr gingen die ersten Notrufe ein, woraufhin alle Kräfte der Feuerwehr Kleve alarmiert wurden, um die Wachen zu besetzen. Aufgrund der enormen Regenmengen waren viele Straßen überflutet und viele Keller vollgelaufen. An einigen Stellen sprudelte das Regenwasser fontänenartig aus der Kanalisation. Einsatzschwerpunkt waren die Ortsteile Materborn und Reichswalde. Die Feuerwehr Kleve rückte zu über 220 Einsätzen aus. Die Masse der Einsatzstellen waren bis ca. 3:00 Uhr abgearbeitet, in den Morgenstunden ging es dann weiter. Bis in den Mittwoch-Nachmittag hinein wurden Keller ausgepumpt.

Eingesetzt wurden alle Einheiten der Feuerwehr Kleve mit insgesamt 187 Einsatzkräften. Da es auf der anderen Rheinseite etwas ruhiger war, konnte die Feuerwehr Emmerich mit noch einmal 27 Einsatzkräften aushelfen. Auch das Technische Hilfswerk Kleve war mit 10 Kräften an diesem Grosseinsatz beteiligt

Die Löschgruppe Düffelward war mir 14 Einsatzkräften auf 2 Fahrzeugen ( TSF-W, LF 10 Kleve ) im Einsatz. Insgesamt wurden von uns 27 Notrufe abgearbeitet darunter eine aufgelaufene BMA auf der Hoffmannallee und mehrere vollgelaufene Kellerräume in der Klever Oberstadt. Einsatzende für die LG Düffelward: 02:15 Uhr.

 

Pressebericht: ( RP Kleve, Marc Catelaens )

 

Als sich der Himmel gegen 18 Uhr verdunkelte, war klar, dass sich das Kleverland auf was gefasst machen musste. Bis zu 50 Liter Regen prasselte innerhalb der nächsten Stunde auf jeden Quadratmeter. Gegen 20 Uhr hieß es bei der Feuerwehr Kleve auf Anfrage: Die Lage ist chaotisch, es gehen pausenlos Notrufe ein.

Bis in die Nacht hinein wurde die Feuerwehr Kleve zu weit mehr als 200 Einsätzen gerufen. Alle verfügbaren Kräfte waren im Einsatz. "Wir mussten die Kollegen aus Emmerich zur Unterstützung rufen", sagte Kleves Feuerwehr-Chef Ralf Benkel. Unzählige Keller waren vollgelaufen, Gullideckel kamen hoch, weil die Wassermassen aus den Kanälen schossen, Autos blieben stecken, weil das Wasser auf den Straßen kniehoch stand. Besonders erwischt hatte es Kleves größten Ortsteil Materborn. Dort und in Reichswalde war die Feuerwehr im Dauereinsatz. In sehr vielen Häusern waren die Keller voll Wasser gelaufen. In der Dorfmitte rannten einige Anwohner aus ihren Häusern auf die Straßen, weil sie sich nicht mehr zu helfen wussten. Mehrere Straßen wie Annaberg und Schlehhecke mussten gesperrt werden, damit die Feuerwehr die Keller leerpumpen konnte. Auch das Technische Hilfswerk war dort im Einsatz. In einem Regenrückhaltebecken ist das Wasser über die Ufer getreten. Die Anwohner rund um die Berliner Straße hatten mit Schlamm zu kämpfen, der kurz davor war, in ihre Häuser zu laufen. Es gab auch Blitzeinschläge in Häusern, glücklicherweise kam es jedoch nicht zu Bränden.

Auch den Bereich rund um das Einkaufszentrum EOC in der Klever Oberstadt hatte es schlimm getroffen. Auf dem Parkplatz und auf der angrenzenden Hoffmannallee stand der gefallene Regen 30 Zentimeter hoch. Auf der Albersallee kam das Wasser fontänenartig aus den Gullideckeln geschossen, weil die Abflusskanäle die Regenmassen nicht mehr aufnehmen konnten.

 

Einsatzort

Zurück