Geschichte der Feuerwehr Düffelward

Unser Dorf Düffelward verfügte seit 1910 über einen Spritzenmeister mit Namen Johann Hogekamp, seines Zeichens Schreinermeister. Er organisierte und übernahm alle Arbeiten, die bei Brandfällen und 2-mal im Jahr üblichen Spritzenrevisionen vorkamen. Hierzu erhielt er eine Jahresvergütung von 10 Reichsmark. Später sollte in seiner früheren Schreinerei das erste Gerätehaus der Feuerwehr Düffelward eingerichtet werden.    

Gründer 

Die Gründer der Feuerwehr Düffelward waren:

  • Reinhard Theunissen
  • Gottfried Derks
  • Wilhelm Hogekamp
  • Johann Vierboom

Kommandanten und Gruppenführer

Leiter der Feuerwehr Düffelward in chronologischer Reihenfolge:

  • Everhard Jansen (1934)
  • Gerhard Maaßen (1934 – 1939)
  • Edmund van Holtum (1939 – 1945)
  • Josef de Greeff (1945 – 1947)            
  • Albert Maaßen (1947 – 1956)
  • Willi Maaßen (1956 – 1969)
  • Karl Mulder (1969 – 1987)            
  • Udo van Brakel (1987 bis zum heutigen Tag)

Zunächst alarmierte ein Fahrradmelder die Kameraden, der durch das Dorf fuhr und in ein Horn blies. Der erste Einsatz der Wehr im Jahre 1934 war gleich blinder Alarm, denn man hatte lediglich gewettet, wie schnell man denn die neue Truppe am Gerätehaus versammeln könne.

Den ersten „richtigen“ Brand bekämpfte man im Jahre 1935, als die Scheune bei Artz im Vollbrand stand. Damals wurde noch mit Ledereimern gelöscht.

Bei einem Scheunenbrand auf dem Biesenburghof (Neu) im Jahre 1944 mussten die Blauröcke mangels Wasser mit Jauche löschen! Zudem fehlte gerade ein Pferd, um mit der Handdruckspritze zum Einsatzort zu gelangen. Um schnell voran zu kommen, beschlagnahmte man das Pferd des Bäckers Paal aus Keeken, der mit seinem Karren zu seinen Kunden in Düffelward unterwegs war.

Auch die Feuerwehr Düffelward vermisste im Krieg ihre Wehrleute, die an die Front kommandiert wurden. Jugendliche, die nicht bei der Hitlerjugend mitmachen wollten, füllten die Lücken mehr schlecht als recht auf. Auch Brandschutzhelferinnen waren zu dieser Zeit üblich.

Nach dem Kriege erhielt die Feuerwehr in Düffelward ihre erste DKW-Motorspritze auf einem Tragkraftspritzenanhänger (TSA). Deponiert war er bei Anton Maaßen an der Volksschule. Zum Einsatzort brachte man den Anhänger mit dem kleinen Traktor der Familie de Greeff, liebevoll „Jupp-Jupp“ genannt, der noch bis vor einigen Jahren im Familienbesitz war.

Im Jahre 1959 rüstete die Feuerwehr auf Sirenenalarmierung um, die fortan vom Dach der Volksschule die Blauröcke zum Einsatz rief.

1963 bezog die Wehr dann ihr erstes richtiges Gerätehaus mit Unterrichtsraum in der ehemaligen Volksschule, heute Privathaus unseres Kameraden Willi Jansen.


Im Rahmen der kommunalen Neuordnung im Jahre 1969 rettete sich auch das Dörfchen Düffelward zur Stadt Kleve, so dass die Wehr nun zur Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kleve gehörte.

Im Jahre 1974 erhielt die Löschgruppe Düffelward dann ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) auf Ford Transit. Bis zur Indienststellung nutzten die Kameraden einige Monate ein TLF 8/18 (Tanklöschfahrzeug mit 1.800 l Wassertank) auf Unimog vom Zivilschutz, dem sie noch lange nachtrauern sollten. Obwohl auf einem TSF keine Atemschutzgeräte vorgesehen waren, führte das Fahrzeug 2 „Pressluftatmer“ durch Ausnutzung der Gewichtsreserven mit.

Zu Beginn der 80er Jahre reiften in der Löschgruppe die Überlegungen, ihre doch sehr beengte Situation im Gerätehaus zu verbessern. Man schlug der Stadt Kleve vor, in die ehemalige Grundschule am Deichbogen umzuziehen, die teilweise noch ungenutzt war. Im Jahre 1982 konnten die Wehrleute dann ihr neues Gerätehaus in der ehemaligen Grundschule beziehen. Das Löschfahrzeug erhielt seine Garage im ehemaligen Turngeräteraum und die Mannschaft bezog die dritte Schulklasse nebst Lehrerzimmer als Schulungs- bzw. Ausrüstungsräumlichkeiten. Bis zum heutigen Tag befindet sich hier das Gerätehaus. Im Januar 1988 sollten die Räumlichkeiten erstmals eine Renovierung durch die Kameraden Heinz Kuppen und Gerd-Heinz Maaßen (beide Maler und Lackierer) erhalten.

1984 konnte die Wehr ihr 50-jähriges Bestehen mit dem Stadtfeuerwehrfest feiern, zu dem sie auch eine Festschrift herausbrachte. Sie zählte damals 21 aktive Kameraden und 4 Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung.

1987 sollte ein schweres Jahr für die Löschgruppe werden. Der langjährige Löschgruppenführer Oberbrandmeister Karl Mulder verstarb plötzlich und unerwartet nach schwerer Krankheit. Er hinterließ eine schmerzliche Lücke. Kommissarisch sollte diese zunächst durch Brandmeister Udo van Brakel geschlossen werden, der später auch offiziell nach Abstimmung der Kameraden die Gruppe übernahm. Ihm zur Seite wählten die Kameraden Josef Tihsen als Stellvertreter, der jedoch zunächst noch die „höheren Weihen“ in Form eines Gruppenführer-Lehrganges an der Landesfeuerwehrschule Münster benötigte, den er jedoch im gleichen Jahr mit Erfolg bestand. Brandmeister Willi Maaßen, der bis dato stellvertr. Löschgruppenführer war, stand nicht mehr zur Verfügung.

Im Jahre 1993 knüpften die Düffelwarder Blauröcke erste Kontakte zur Freiwilligen Feuerwehr Neu Zittau (Landkreis Oder-Spree/Brandenburg). Es folgte im April 1994 ein erster Besuch in Neu Zittau. In den nächsten Jahren sollten sich entsprechende Gegenbesuche usw. abwechseln. Dies begründete eine Freundschaft, die bis heute Bestand hat. Hier sei vor allem Oberbrandinspektor Berthold Harendt aus Neu Zittau erwähnt, der die Kontakte entscheidend mit beeinflusste. Für ihn war die freundschaftliche Verbindung unserer Wehren bis zuletzt eine Herzensangelegenheit.

Das 60-jährige Bestehen ihrer Löschgruppe feierten die Kameraden am Kirmessonntag, den 7. August 1994 mit einer Übung am Deich, einem Festakt im Festzelt sowie einem rauschenden Feuerwehrball. Kamerad Jörg Schweers wechselte bei dieser Gelegenheit den Brandmeister Josef Tihsen als stellvertr. Gruppenführer ab.

Im gleichen Jahr sollte die Gruppe mit ersten Funkmeldeempfängern ausgestattet werden, die eine effiziente „stille Alarmierung“ möglich machte. Bis Dezember 1995 konnten 8 Kameraden mit entsprechenden Geräten ausgestattet werden. Da die Brandsirene schon längere Zeit „Mucken“ hatte und an eine Erneuerung der Sirene nicht zu denken war, eine wichtige Beschaffung. Seit dem Totalausfall der Brandsirene 1996 erfolgte die Alarmierung der Kameraden nur noch über Meldeempfänger. Im November 1995 (!) erhielt die Löschgruppe endlich auch zwei 2-m-Handfunkgeräte.

Das Jahr 1995 sollte mit dem wohl längsten Einsatz der Geschichte der Feuerwehr Düffelward beginnen. Der Rhein trat wieder einmal über die Ufer. Was eigentlich für die Bewohner der Niederung alljährliche Routine ist, wurde nun von Tag zu Tag bedrohlicher. Bald war die Hochwassermarke des bis dahin höchsten Wasserstandes von 1926 erreicht. Eine Flutkatastrophe bedrohte die Menschen in den Niederlanden und im Kreis Kleve. Der Kreis Kleve gab Katastrophenalarm, die Niederlande schritten sogar zur Zwangsevakuierung. Einem Exodus gleich strebten ganze Wagenkolonnen aus Millingen aan de Rijn über die K3 in Richtung der sicheren Klever Höhen. Auch das Nachbardörfchen Schenkenschanz wurde evakuiert. Nur widerwillig ließen die Menschen ihre Häuser zurück, bis auf Kameraden der Feuerwehr und einige wenige geduldeter Helferinnen und Helfer.

Vom 30. Januar bis zum 3. Februar 1995 übernachteten die Düffelwarder Blauröcke im Depot, um schnell bei Tag und Nacht Hilfe leisten zu können. Dabei kamen die Kameraden in der Tat kaum zur Ruhe. Hier auszugsweise einige Einsätze dieser ereignisreichen Woche:

  • Auf Schenkenschanz drohte die alte Hochwassermauer im Bereich des Hofes Timpe zu unterspülen. Die Düffelwarder sicherten die Mauer, in dem sie auf dem Spielplatz der „Schanz“ Sandsäcke füllten und diese an der Mauer verlegten.
  • Am Abend des gleichen Tages musste in Düffelward die Bevölkerung mittels Flugblättern gewarnt werden. Die Kameraden setzten von Schenkenschanz aus mit der Fähre über, während in den Ortschaften Unheil verkündend die Sirenen heulten.
  • Die Männer leisteten Unterstützung für die Dorfbewohner bei der Räumung der Häuser und Sicherung der Habseligkeiten.
  • Auf dem Dorfplatz füllten sie Sandsäcke und verteilten sie an die Bürger.
  • Mit Bundeswehr und THW zusammen leistete die Löschgruppe Deichsicherungsarbeiten im Bereich Klever Straße, Röstendaalstraße und Deichbogen.
  • Sie organisierten im Deichbogen die Bergung eines eingesunkenen Möbelwagens, der bereits mit dem Mobiliar eines Anwohners beladen war und in die überflutete Weide am Deich zu kippen drohte.


Oft besuchte der damalige Bürgermeister der Stadt Kleve, Karl Thelosen, die Wehrleute morgens persönlich im Gerätehaus, trank mit ihnen eine Tasse Kaffee und erörterte die Lage. Trotz der Sorge um die eigenen Familien standen die Feuerwehrleute ihren Mitbürgern bei! Diese dankten es ihrer Feuerwehr später mit einer großen Spendenaktion. In der Zeit der Hochwasserbedrohung hat die Feuerwehr bei den Bürgern viele Pluspunkte gesammelt. Die Löschgruppe bewies einen ausgezeichneten Teamgeist. Erwähnenswert ist noch das Gastwirtsehepaar Ralf und Ute Hübbers, die die Männer in der Hochwasserwoche verpflegten sowie die verschiedenen Arbeitgeber, die die Kameraden ohne Rückforderung von Lohnzahlungen eine Woche vom Dienst befreiten.

Das Stadtfeuerwehrfest kann im Jahre 1996 wieder in Düffelward gefeiert werden. Die Ängste vor dem Vorjahreshochwasser sind vergessen. Hierzu lässt der Festwirt Ralf Hübbers das Festzelt der Kirmes 2 Wochen länger stehen. Mit einer Übung auf dem Sportplatz, einem Festzug durch die Ortschaft und einem zünftigen Feuerwehrball wird das Stadtfeuerwehrfest würdig begangen. Auch die Kameraden aus Neu Zittau waren wieder zu Gast. Der Spielmannszug Dornick spielte im Festzug gemeinsam mit dem Musikzug der Feuerwehr Kleve und dem Spielmannszug Reichswalde auf. Eine freundschaftliche Geste, da die Kameraden den Dornickern einmal einen Gefallen erwiesen hatten.

In die Dorfgeschichte ging Kamerad Alfred Coumans ein, der als „eingeschlossene Person“ bei der Schauübung auf dem Sportplatz zur allgemeinen Belustigung der Zuschauer am Fenster des „Brandhauses“ stand und rief: „Hellep, Hellep, holt de Millingse Brandweer!“ Nicht die Wehrleute aus Millingen a.d. Rijn, sondern die Düffelwarder und die Nachbarn vom Löschzug Rindern „retteten“ dann den Schreihals.

Ein neues Fahrzeug, ein TSF-W (Tragkraftspritzenfahrzeug mit 500 l Wassertank) auf Volkswagen LT 50 bekam die Löschgruppe 1997 zugeteilt. Hierzu jedoch musste die Fahrzeughalle umgebaut werden. Den Umbau stemmten die Kameraden komplett in Eigenleistung unter der „Bauleitung“ von Alterskamerad August Maaßen. Die Garage wurde nach hinten verlängert. Für die neue Rückwand hatten die Kameraden Kalksandsteine einer Scheune des Biesenburghofes gesammelt und abgeklopft. Der Hof war im Zuge der Deicherneuerung abgerissen worden. Etliche Einbauten und Materialien konnten durch Sponsoren beschafft werden. Somit schonte die Löschgruppe wieder einmal deutlich das Stadtsäckel.

Das neue Löschfahrzeug löste nicht nur das mittlerweile sehr betagte vorherige Fahrzeug (23 Jahre) ab, es trug auch den gestiegenen Anforderungen an die moderne Feuerwehr zumindest teilweise Rechnung. 500 l Wassertank mit Schnellangriffschlauch, 4 Atemschutzgeräte, Schaummittel, Stromerzeuger nebst Beleuchtungssatz, Motorkettensäge usw. gehörten zu den Ausrüstungskriterien, die das alte Fahrzeug vermissen ließ. Dennoch, das Fahrzeug (bis heute in Düffelward im Einsatz) war nicht optimal, denn der Hersteller hatte an vielem gespart. Auch die Qualität des verwendeten Materials ließ zu wünschen übrig. In den letzten Jahren haben die Kameraden also wieder einmal Arbeit und Freizeit investiert und das Fahrzeug in Eigenleistung optimiert.

1998: Die Löschzüge der Stadt Kleve werden neu geordnet. Bisher gehörte die Löschgruppe Düffelward dem „Mammut-Zug“ LZ 4 Rindern zusätzlich mit Wardhausen-Brienen, Donsbrüggen und Keeken an.

Jetzt bilden die Gruppen Keeken und Düffelward gleichberechtigt den Löschzug 7. So arbeiten die beiden Löschgruppen 64 Jahre nach der gescheiterten Versammlung in Keeken doch noch eng zusammen.

Zum Zugführer wurde Hauptbrandmeister Udo van Brakel bestellt, sein Stellvertreter wurde Oberbrandmeister Willi van Appeldorn. Die Verbindung der Gruppen im LZ 7 sollte sich in den kommenden Jahren zur Erfolgsstory entwickeln. Die Kameraden der beiden Gruppen identifizieren sich mit ihrem Löschzug. Zwei Übungen im Jahr (eine in Keeken, eine in Düffelward) stehen fest auf dem Übungsplan, weitere werden locker geplant und sind beiderseits gewünscht. Öfters feiert der Löschzug 7 gemeinsam, hilft sich bei Bedarf, z.B. beim Leistungsnachweis, gegenseitig aus oder nimmt an Veranstaltungen wie Feuerwehrorientierungsläufen gemeinsam teil.

Sylvester 1999 – Fachleute befürchten den Supergau zur Jahrtausendwende! Computer, die mittlerweile den Tagesablauf bestimmen und in unser aller Leben eingreifen, versagen, weil sie das Datum „00“ nicht verarbeiten können. Telefonnetze, Notrufsysteme, Stromversorgung etc. könnten ausfallen. Die Feuerwehr wird in Alarmbereitschaft versetzt. Auch in Düffelward soll das Gerätehaus besetzt sein. Die Kameraden planen mit ihren Familien und Freunden eine Sylvesterparty im Gerätehaus. Die Blauröcke feiern bei Fanta, Cola und „Clausthaler.“ Der Nachwuchs feiert mit. Der 2-jährige Sprössling des Gruppenführers schläft im Ausrüstungsraum – hoffentlich eine unbewusst positive Erfahrung, die ihn später auch Feuerwehrmann werden lässt. Das befürchtete Chaos bleibt aus. Ab 1:30 Uhr am 1. Januar 2000 knallt auch bei der Feuerwehr in Düffelward noch der Korken mit „echtem“ Sekt.

2003 gründete die Löschgruppe ein „Team Brandschutzerziehung“ mit den Kameraden Sascha Stupp, Marc Schweers und Udo van Brakel, das den Vorschulkindern unseres Kindergartens „Gänseblümchen“ in Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen spielerisch die Gefahren des Feuers nahebringt. Die Kleinen lernen den Umgang mit dem „guten“ Feuer und den Schutz vor „bösem“ Feuer! Mittlerweile beteiligen sich mehrere Kameraden an der Brandschutzerziehung, die ein fester Termin in der Jahresplanung des Kindergartens geworden ist.

Im Jahre 2006 renovierten die Wehrleute ihr Gerätehaus grundlegend, wieder in Eigenleistung. Der Unterrichtsraum erhielt eine elektrisch betriebene Leinwand für Overhead-Projektoren und Beamer, EDV-Leitungen, neue Tapeten und Gardinen, eine hallgedämmte Decke, ansprechende Farben, ein neuer, erweiterter Tresenbereich mit genügend Anschlussmöglichkeiten z.B. für Kaffeemaschinen etc., mehr Platz für Spüle einschließlich Heißwassergerät und Kühlschränke, eine vernünftige Arbeitsplatte, ein neues Magnet-Whiteboard und und und………..

Allein sieben Einsätze der Löschgruppe Düffelward gingen im Jahr 2007 auf das Konto eines Brandstifters, der im Ort mitten in der Nacht Hecken, Mülltonnen und Bauwagen anzündete. Zum Glück kamen nie Personen zu Schaden. Auch größerer Sachschaden blieb aus, da aufmerksame Anwohner die Brände stets rechtzeitig bemerkten. Leider blieben die Taten ungesühnt, denn der Brandstifter konnte nicht ermittelt werden.

Nachdem die Löschgruppe einige Zeit ohne stellvertretenden Löschgruppenführer auskommen musste, übernahm im Jahr 2010 der von der Löschgruppe Donsbrüggen nach Düffelward gewechselte HBM Frank Neyenhuys diese Position.

Stolz nennen wir ebenfalls seit 2010 einen Unimog 404 S als TLF 8/8 Oldtimer unser Eigen, welchen wir von den Kameraden der Feuerwehr Dorndorf erworben haben. Wir hegen und wir pflegen ihn! Um ihn der breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können, richten wir seit dem Jahr 2009 alle zwei Jahre ein internationales Oldtimertreffen für Feuerwehrfahrzeuge aus, welches sich mittlerweile zu einer festen Grösse in der Oldtimerszene entwickelt hat. Es kommen viele Gäste aus nah und fern wenn es wieder einmal heisst: "Düffelward, ein Dorf sieht rot!"

Die Löschgruppe Düffelward versteht sich im 21. Jahrhundert als Rad im Getriebe der Feuerwehr der Stadt Kleve. Auch als kleine Gruppe sieht sie sich stets mit den steigenden Anforderungen einer modernen Feuerwehr konfrontiert. Die Kreisstraße 3 z.B., die durch den Ort führt, gehört zu den unfallträchtigsten Straßen des Kreises Kleve. Heftige Unwetter, die der Klimawandel mit sich bringt, fordern Flexibilität bei der Hilfeleistung. Längst ist es nicht mehr der Brandeinsatz alleine, der den Alltag einer Freiwilligen Feuerwehr bestimmt. Der Feuerwehrmann/die Feuerwehrfrau muss über den Tellerrand der eigenen Gruppe schauen und im Verband mit anderen Gruppen und Zügen mit verschiedensten Geräten und Fahrzeugen umgehen können. Gehörte in den 60er Jahren höchstens das Nachbardorf zum Einsatzradius, so kann es im Jahr 2014 jeder Winkel im Stadtgebiet sein. Die Ausbildung ist komplexer als noch vor 15 oder 20 Jahren. Sie dient aber auch der erhöhten Sicherheit jedes einzelnen Feuerwehrangehörigen. Auch wenn es heute noch Stimmen gibt, die die Leistung eines Feuerwehrangehörigen an der Größe des Löschfahrzeuges festmachen: Wir wissen es besser. Die Löschgruppe Düffelward hat den Anspruch, eine moderne Einheit der Feuerwehr der Stadt Kleve, im Einklang mit den traditionellen Wurzeln ihres Dorfes zu sein. Dafür stehen wir!

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!